Leitungsstörungen durch Nachbaranschluss?

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alexfreu
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Leitungsstörungen durch Nachbaranschluss?

Beitrag von alexfreu » Dienstag 31. Dezember 2013, 13:05

Ich habe hier ein interessantes Phänomen beobachtet, das ich gerne einmal zur Diskussion stellen möchte.
Meine Nachbarn unter mir (auch bei an!) waren ein paar Tage nicht da und haben ihre Fritzbox und/oder das WLAN ausgeschaltet. Zu dieser Zeit hatte ich eine sehr gute Verbindung mit einer Störabstandsmarge von 17-18 dB. Das Spektrum sah auch sehr gut aus. SNR fast durchgängig 50-60 dB. Leitungskapazität und Datenrate waren um die 100000 kbit/s

Gestern haben die Nachbarn wieder etwas eingeschaltet und ich habe ziemlich große Störungen in den niederen Frequenzbereichen. Dadurch bekomme ich maximal etwa 89000 kbit/s bei mittlerer Einstellung der Störsicherheit. Die Störabstandsmarge sinkt auf 9-10 dB.

Das ist nun nicht ganz so schlimm, weil ich einen 50-MBit-Anschluss habe. Aber mich würde trotzdem die Ursache interessieren. Irgendetwas scheint die Telefonleitung zu stören. Eventuell ein defektes Netzteil der Fritzbox? Oder das WLAN selber? Eine Mikrowelle oder eine Leuchtstoffröhre würde ich ausschließen, da die Störungen den ganzen Tag sind. Oder ist das normal bei mehreren Anschlüssen an einer Hausanlage?

Hier mal die Spektren im Vergleich:

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nvzv
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Re: Leitungsstörungen durch Nachbaranschluss?

Beitrag von nvzv » Donnerstag 2. Januar 2014, 13:39

Hallo Alex,

die Ursachen können sehr vielfältig sein, immerhin gibt es einfach zuviele Störmöglichkeiten.

Vor allem muss man wohl davon ausgehen, dass ersteinmal ungeschirmte / schlecht geschirmte Telefonkabel vorhanden sind, die das Einstreuen von Störsignalen (welcher Art auch immer) überhaupt zulassen.

- WLAN-Signale können einstreuen
- DLAN / Powerlan-Signale lassen oftmals starke Magnetfelder entstehen (klassische Induktion)
- DECT-Telefone
- Funkkopfhörer
- Geräte mit hohen Leistungsabnahmen / schlechten Trafos

Es ist gut möglich, dass dein Nachbar, wenn er weg ist, viele Geräte komplett vom Stromnetz trennt und die Leistungsabnahme auf diesem wesentlich geringer ausfällt.

Letztlich ist die Wahrscheinlichkeit von WLAN-Störungen oder vielleicht auch von DLAN-Störungen am höchsten.
Übrigens ist es immer noch die gebräuchlichste Art ungeschirmte Stromkabel zu verbauen.

Dass der Verteiler im Keller beeinflusst wird ist sehr unwahrscheinlich, da die Stromkreise i.d.R. getrennt sind.

Viele Grüße
nvzv
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Re: Leitungsstörungen durch Nachbaranschluss?

Beitrag von alexfreu » Donnerstag 2. Januar 2014, 14:04

Vielen Dank für die Informationen. Das mit der ungeschirmten Telefonverkabelung scheint mir plausibel. Das Haus ist schon recht alt und die Telefonkabel sind auf dem entsprechenden Stand. Naja, da kann man nichts ändern.

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